Receiver von Denon Muskeln und Hirn in Heimkino-Diensten
21.05.12
Manche Gerätschaften der Unterhaltungselektronik schaffen es nur mühsam in den Fokus der Berichterstattung, weil sie einfach nicht sexy sind. Dem Charakter nach Arbeitspferde, der Form nach kantige Klötze, der Gewichtsklasse nach eher balkenbiegend - da fliegt ihnen die Aufmerksamkeit nicht so leicht zu wie einem schlanken Tablet-PC mit seinen mobilen Kunststücken.
Aber wir sind offen für Ausnahmen, und das können wir auch begründen. Im konkreten Fall geht es um einen Denon AVR-1912, der zur Gattung der Heimkino-Receiver zählt. Er weckte unsere Aufmerksamkeit zunächst durch ein spektakuläres Verhältnis von Preis und elektrischer Leistung: Der mit schwarzem oder silbernem Gehäuse erhältliche Apparat verspricht, den Mehrkanalton digitaler Medienkonserven mit sieben Verstärkerkanälen von jeweils 125 Watt aufzubereiten, und für diesen Kraftakt verlangt der Händler derzeit gerade einmal 400 Euro. Das muss jeden Gründer einer soliden Heimkino-Anlage einfach reizen, und so haben wir eruiert, was der Apparat sonst noch alles kann. Mit einem üppigen Park an Zuspielern jedenfalls nimmt er es locker auf: Sechs HDMI-Eingänge, samt und sonders 3D-tauglich, halten sich für die Einspeisung von Bild und Ton bereit. Die Dekodierung aller gängigen Surround-Formate, darunter auch die verlustfreien Kodierungen von Dolby und DTS, ist Ehrensache. Sogar Dolby Pro Logic IIz, eine Dekodierung, die den üblichen 5.1 oder 7.1-Surround-Anordnungen noch zwei weitere Kanäle zur Definition der Raumhöhe hinzufügt, gehört zum Repertoire des Receivers. Damit die beteiligten Lautsprecher im Ensemble-Spiel ihr Bestes geben, hilft ein automatisches Einmess-System beim Einpegeln. Das hierzu nötige Messmikrofon gehört zum Lieferumfang.
Source: FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung